Prinz El Hassan Bin Talal von Jordanien, der Bruder des verstorbenen Königs Hussein, eröffnete am Freitag Abend im Konferenzzentrum von Initiativen der Veränderung in Caux das zweite Caux Forum für Menschliche Sicherheit (17.-22. Juli) Ein Podcast ist erhältlich.

Eröffnung des zweiten Caux Forum für Menschliche Sicherheit: Cornelio Sommaruga, Rajmohan Gandhi, Prinz El Hassan bin Talal, Thomas Greminger, Mohamed Sahnoun: (Photo: Cécile De Nomazy)Eröffnung des zweiten Caux Forum für Menschliche Sicherheit: Cornelio Sommaruga, Rajmohan Gandhi, Prinz El Hassan bin Talal, Thomas Greminger, Mohamed Sahnoun: (Photo: Cécile De Nomazy)

Der Prinz forderte in seiner Rede vor den rund 300 Teilnehmenden aus über 50 Ländern eine neue, gerechtere Weltordnung. „Wir brauchen eine Ära der Intradependenz, des Multilateralismus und des interkulturellen Denkens“, sagte er. „Es geht nicht einfach nur um ‚Der Westen gegen den Rest der Welt’“, denn sowohl der Westen als auch die Welt des Islams seien sehr heterogen. „Die grenzüberschreitenden Probleme, mit denen wir heute konfrontiert sind, rufen nach grenzüberschreitenden Lösungen“, fuhr er fort und bezog sich dabei auf den Klimawandel, der „der Menschheit die Gelegenheit bietet, einen Quantensprung in Sachen nachhaltige Entwicklung und Friedensförderung zu machen.“ Dazu müsse aber das Konzept der untereinander agierenden und vor allem ihre eigenen Interessen verfolgenden Staaten überdacht werden.

Thomas Greminger, der Chef der Politischen Abteilung IV (Menschliche Sicherheit) des EDA, die das Forum zum zweiten Mal nach 2008 finanziell unterstützt, gratulierte den Organisatoren des Forums zu ihren Bemühungen, die verschiedenen Interessenvertreter und Akteure aus Diplomatie, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien zusammenzubringen und begrüsste den Versuch „Menschliche Sicherheit ganzheitlich anzugehen“. “Die Schweiz ist überzeugt, dass es eine breite Perspektive braucht und einen interdisziplinären Ansatz, der verschiedene Akteure auf verschiedenen Ebenen mit einbezieht.“

Mohamed Sahnoun, der Gründer und Vorsitzende des Caux Forum für Menschliche Sicherheit erläuterte die vier Themen des diesjährigen Forums, denen bis zum Ende der Konferenz am 22. Juli je ein Tag gewidmet ist: Die globale Wirtschaftskrise, der Klimawandel, die Förderung von Good Governance und der interkulturelle Dialog.

Cornelio Sommaruga, Ehrenpräsident von Initiativen der Veränderung International, sagte, dass er nach seinen Jahren an der Spitze des IKRK den Wunsch gehabt habe, für eine “Globalisierung der Verantwortung für Menschliche Sicherheit“ einzutreten. „Nichts, was auf diesem Planeten geschieht, kann uns unberührt lassen.“

Rajmohan Gandhi schliesslich, der Präsident von Initiativen der Veränderung International, appellierte an die Verantwortung jedes einzelnen: “Einige in diesem Raum mögen in der Position sein, Regierungen zu beeinflussen, aber die meisten von uns können nur uns selbst beeinflussen. Das ist aber gar nicht so schlecht für den Anfang, denn schliesslich leben wir im Zeitalter des Bürgertums.”

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